„UK? Hurra!
Eine Einführung in die Unterstützte Kommunikation“


Referentin: Susan Richter
Zeit: 18./19.09.2020; Freitag 10-17.30 Uhr Samstag 09-16.30 Uhr
Ort: Palais am Stadtkanal, Am Kanal 16-18, 14467 Potsdam
215 Euro / 16 Fortbildungspunkte

Seminarnummer: SEM 307

Es ist ein Grundbedürfnis der Menschen, sich auszutauschen und sich mitzuteilen. Für Menschen mit eingeschränkter oder fehlender Lautsprache ist dieses Bedürfnis schwer zu erfüllen. Oft gibt es kaum Möglichkeiten, mit der Umwelt in Kontakt zu treten, in Beziehung zu gehen und Einfluss zu nehmen. Die Unterstützte Kommunikation bietet gezielte individuelle Hilfsmittel und Maßnahmen, die auf die Verbesserung der kommunikativen Möglichkeiten von Menschen mit fehlender oder eingeschränkter Lautsprache abzielen. Ausgehend von den aktuellen Kompetenzen eines Menschen werden Strategien und Hilfsmittel für eine bessere Kommunikationsfähigkeit und mehr Mitbestimmungsmöglichkeiten im Alltag entwickelt und erprobt. Das bedeutet eine Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten sowohl des unterstützt Kommunizierenden als auch ihrer KommunikationspartnerInnen.
Diese Fortbildung vermittelt einen Überblick über die Grundlagen der Unterstützten Kommunikation. Verschiedene Möglichkeiten und Modalitäten der Unterstützten Kommunikation werden praktisch kennengelernt und konkrete Ideen für Interventionsplanungen von Patienten entwickelt.Sie erhalten einen Überblick über das Fachgebiet der Unterstützten Kommunikation (UK) und kennen verschiedene Möglichkeiten, wie UK erfolgreich eingesetzt werden kann.

Vermittelte Inhalte sind:
  • Begrifflichkeiten der Unterstützten Kommunikation (Kommunikation, Sprache, Zeichen/Symbole, Personenkreis und Zielgruppen für UK).
  • Grundprinzipien und Menschenbild in der Unterstützten Kommunikation (Multimodalität, Partizipation, Kooperation und Kompetenzorientierung)
  • Kommunikationsentwicklung und Unterstützte Kommunikation; Bedeutung (fehlender) sprachlicher Kommunikationsmöglichkeiten
  • Überblick über Kommunikationsformen und -hilfen
  • Kennenlernen und Erproben verschiedener nicht-elektronischer und elektronischer Kommunikationshilfen und Materialien
  • Kriterien zur Auswahl eines individuellen multimodalen Kommunikationssystems für einen nicht sprechenden Menschen (einfache Bedarfsabklärung)
  • Information zu Aspekten der Anschaffung und Finanzierung
  • Erarbeiten konkreter Einsatzmöglichkeiten im familiären und institutionellen Alltag mit nicht/wenig sprechenden Menschen
  • Die Bedeutung der Kommunikationspartner in UK-Gesprächssituationen; (Ko-Konstruktion, Fragetechnik, Partnerscanning)
  • Sie erhalten weiterführende Informationen (Beratungsstellen, Hilfsmittelanbieter, Literatur, Weiterbildungsangebote, Verbände und Vereinigungen)

Methoden:
Vortrag, Diskussion, Selbsterfahrung, Videobeispiele, Übungen, Kleingruppenarbeit

Susan Richter ist Diplom Patholinguistin und selbst Mutter einer unterstützt kommunizierenden Tochter. UK ist so für sie alltäglich geworden. Sie arbeitet als Patholinguistin mit dem Schwerpunkt „Unterstützte Kommunikation“ im ZAPP in Potsdam. Im ZAPP-Team ist sie im Bereich Beratung von KlientInnen, Angehörigen und Betreuungspersonen und Therapie tätig. Sie bietet seit fünf Jahren Seminare und Fortbildungen zu verschiedenen Themen der Unterstützten Kommunikation an. Die Vernetzung von unterstützt kommunizierenden Menschen und deren Begleitung im Alltag ist ihr ein großes Anliegen. Sie leitet eine Eltergruppe, ist aktiv im AKUK! (Arbeitskreis Unterstützte Kommunikation) und Mitglied der Gesellschaft für Unterstützte Kommunikation.

Im Preis enthalten sind: Tagungsgetränke, Kaffeepausen, kaltes Buffet, umfangreiches Skript


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Teilnahmebedingungen